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Fracking: Das kleinere Übel oder ein Umweltskandal mit dramatischen Folgen?

admin Nov 11,2015 0 Kommentare

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Durch die relativ niedrigen Ölpreise der letzten Monate ist Fracking bereits öfters in den Medien gestanden, allerdings nicht nur positiv. So soll die Methode wertvolles Rohöl aber auch Gas aus Sand und Steingemischen filtern und einfacher zu fördern sein. Die Vereinigten Staaten wenden die Methode erfolgreich an, um den Ölpreis am Weltmarkt zu halten und die Abhängigkeit zu den Ölstaaten in Grenzen zu halten. Mit welchen Folgen jedoch? Wie gefährlich ist die Methode wirklich und was sind ihre Vorteile? Alles Wissenswerte über eine der brisantesten Ölfördermethoden überhaupt in diesem Artikel.

Auswirkungen auf die Umwelt

Bedenklich ist bei Fracking der hohe Verbrauch an Wasser für die Förderung des Öls. So braucht die USA pro Jahr alleine für Fracking ungefähr unglaubliche 250 bis 500 Milliarden Liter Wasser, um dem Boden Erdgas zu entlocken, weitaus gravierender ist allerdings der Einsatz von verschiedensten Chemikalien. Verwendet wird vor allem eine Mischung namens Fracking-Fluid, das laut vieler Fracking-Unternehmer zumindest zu 99,9 Prozent aus Wasser und Sand besteht. Das könnte stimmen, trotzdem sind die restlichen 0,1% nicht zu unterschätzen. Denn manche Wirkstoffe in dem Fluid wirken schon in geringsten Mengen sehr stark auf den menschlichen Körper.
So wurde bei einer Probebohrung Octylphenol in dem Fracking-Fluid gefunden, eine hochgiftige Substanz, die bereits in minimalsten Konzentrationen hormonelle Auswirkungen auf den Körper hat. Das Gift wirkt sich schädlich auf die Fortpflanzung, Potenz und Weiterentwicklung des Körpers aus und kann bei Verschlucken tödlich wirken. Auch andere Chemikalien, so etwa radioaktive Phosphate, Benzole und andere umwelt- und gesundheitsschädigende Substanzen sind in der Flüssigkeit vorhanden. Aufgrund der Tatsache, dass diese Stoffe bereits in den geringsten Mengen verheerend auf die Volksherrschaft wirken, ist Fracking stets mit einem hohen Gesundheitsrisiko für die lokale Bevölkerung verbunden(sofern Leitungswasser verwendet wird). Durch die gewollten Risse bei der Förderung ist die Wahrscheinlichkeit gross, das Trinkwasser in Berührung mit den giftigen Stoffen kommt und sich vermischt. Die Folge wäre eine akute Verschmutzung des Trinkwassers und schlussendlich ein enormer Qualitätsverlust durch das Verwenden von Chlortabletten und anderen Wirkstoffen, um das Wasser trinkbar zu machen.

Wirtschaftliche Vorteile

Die Verwendung der Fracking-Methode ist eines der Hauptgründe, warum der Öl- und Gaspreis nicht von einigen wenigen fördernden Ländern allein reguliert werden. Denn die günstigen Förderbedingungen (ohne Fracking) der Golfstaaten führen zur Kartellbildung, ebenso wie der Gaspreis durch Russland weitgehend alleine kontrolliert werden würde, gäbe es Fracking als Option bei einem zu hohen Gaspreis nicht.
Gleichzeitig ist Fracking auch eine Möglichkeit, wenn herkömmliche Fördermethoden nicht mehr ausreichen, um ausreichend Öl und Gas zu fördern. Denn das Ölvorkommen ist wahrscheinlich schon in 100 Jahren weitgehend verbraucht, um die letzten Vorkommen zu fördern und auch geringer konzentriertes Öl zum Beispiel in Sandstein zu fördern, muss Fracking verwendet werden.

Fazit

Die Frage, ob Fracking eine ethische Fördermethode ist, liegt im Auge des Betrachters. Fakt ist jedoch, dass sie einerseits das Grundwasser gefährdet, andererseits auch enorm viel potenzielles Trinkwasser für die Förderung verschwendet. Jedoch ist sie gleichzeitig weltpolitisch von enormer Bedeutung, um den Öl- und Gaspreis zu kontrollieren, vor allem für die Vereinigten Staaten. Volkswirtschaftlich ist die Fördermethode also zusammenfassend sicherlich löblich und erstrebenswert, auch in der Zukunft könnte sie für Versorgung mit Öl weiter essenziell sein, gleichzeitig sind ihre Auswirkungen auf die Umwelt mehr als bedenklich.

 

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