Von Eberhard Wagner
(Eberhard.Wagner@energie-fakten.de, Lebenslauf)
Kurzfassung
Energie ist die Fähigkeit, äußere Wirkungen hervorzubringen. Diese abstrakt klingende Erklärung stammt von Max Planck. Energie tritt in den Erscheinungsformen auf: Mechanische, thermische, chemische, physikalische, elektromagnetische (Strahlung) und elektrische Energie. Der Begriff wird darüber hinaus auch als eine Wirtschaftsgröße (Energiewirtschaft, Energieangebot, Energienachfrage) verwendet.
Anschaulich wird Energie über den Energieinhalt eines Stoffes. Bei den fossilen Brennstoffen (Kohlen, Erdgas, Heizöl sowie bei Holz u. ä. Biomassen) ist das üblicherweise der Heizwert. Die Maßeinheit dafür ist das Kilojoule (kJ) gesprochen Kilodschul bezogen auf ein Kilogramm (kg) oder einen Kubikmeter (m3) des jeweiligen Brennstoffes. Weitere zwar international nicht mehr zulässige, aber in der Praxis noch verwendete Energie-Einheiten sind die Kilokalorie (kcal) und das Kilogramm Steinkohleeinheit kg SKE. Ein kg SKE entspricht 7.000 kcal bzw. 29.302 kJ. Diese Einheit ist besonders anschaulich, da ein kg SKE dem Durchschnittswert des Energieinhaltes von einem Kilogramm deutscher Steinkohle entspricht.
Die vorgenannten Erläuterungen sind eindeutig, betreffen allerdings nur die Brennstoffe, denen ein Heizwert zugewiesen werden kann. Was macht man aber bei Energien, wie Wasserkraft, Windkraft, Photovoltaik oder Kernenergie? Befasst man sich mit Einzelheiten, erkennt man sowohl die Vielschichtigkeit dieser Thematik als auch gewisse Ungereimtheiten und damit Ursachen von möglichen Fehlbeurteilungen, die mit den verwendeten Maßeinheiten in Verbindung stehen können.
Bei der Erstellung der jährlichen sog. Primärenergiebilanzen für Deutschland, werden die Probleme der Energie-Bewertung offenbar. Gleiche Bewertungsprinzipien sind aber eine Voraussetzung für die Beurteilung z. B. effektiver Energienutzung, u. a. auch in Konkurrenz der Staaten der Europäischen Union.
Ein Beispiel für mögliche Fehlbeurteilungen ist die oft genutzte Maßeinheit Kilowattstunde bei allgemeinen Energie-Darstellungen (z. B. Prognosen). Besonders augenfällig ist das bei der Erdgasversorgung. Hier wird dem Bürger, z. B. beim Vergleich seiner Stromrechnung mit seiner Erdgasrechnung, suggeriert, dass eine Kilowattstunde Erdgas in seiner physikalischen Wirkung vergleichbar ist mit einer Kilowattstunde Elektrizität. Das entspricht nicht der Realität.
In der Langfassung werden Einzelheiten dieser unterschiedlichen Energie-Wertigkeiten und weitere Probleme der Bewertung und der Vergleichbarkeit von Energien behandelt.
Hier können Sie Kurz- und Langfassung gemeinsam als pdf downloaden (pdf, 116 kB). Dieser Beitrag wurde am 20. September 2007 veröffentlicht und im April 2010 aktualisiert.
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