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Niedrigenergiehäuser: Die Vorteile und die Kosten

admin Nov 11,2015 0 Kommentare

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Wohnen in Mitteleuropa ist logischerweise immer mit einem enormen Heizkostenaufwand verbunden – wirklich immer? Denn in den letzten Jahren haben sich ganze Kollektionen an neuartigen Fertigteilhäusern und Baumethoden aufgetan, die vor allem eines versprechen sollten: Energie sparen, und gleichzeitig eine angenehme Raumtemperatur halten. Halten die Häuser jedoch wirklich was sie versprechen? Kaum eine andere Form von Haus wurde schliesslich in den letzten Jahrzehnten staatlich so gefördert wie das Niedrigenergiehaus, dennoch sind die Baukosten relativ hoch. In diesem Artikel analysieren wir die Vorteile, Nachteile und Kosten der angeblich geldsparenden Niedrigenergiehäuser und werten ihren langfristigen Nutzen für die Hausbesitzer aus.

Niedrige Heizkosten

Tatsächlich beeindrucken die Niedrigenergiehäuser mit geringen Heizkosten, selbst im Winter. Denn um den Titel überhaupt tragen zu dürfen, muss die Immobilie gewisse Maximalheizwerte unterschreiten, die je nach Land unterschiedlich sind. In der Schweiz richtet sich das Zertifikat nach der Firma Minergie, die unterschiedliche Anforderungen bei verschiedenen Häusertypen hat und in verschiedene Qualitätslevel punkto Energiesparen einteilt. Bei Neubauten gilt zum Beispiel alles unter 38 Kilowatt Heizaufwand pro Quadratmeter per anno als Niedrigenergieimmobilie.
Diese niedrigen Heizkosten führen zu einem kleineren Jahresbudget, das für das Halten der Zimmertemperatur ausgegeben werden muss. Jedoch bedarf es logischerweise beim Bau weitaus mehr als normalerweise, schliesslich muss die Dämmung stark verbessert werden und Schlupflöcher für Wärme, zum Beispiel bei Fenstern, müssen optimiert werden. Zahlt sich also der Bau langfristig aus, oder überwiegt normalerweise doch der finanzielle Aufwand für den Bau, auf ein ganzes Menschenleben gerechnet?

Moderate zusätzliche Baukosten

Je nachdem wie niedrig der Energieverbrauch tatsächlich sein soll, stellen sich auch die zusätzlichen Kosten bei der Niedrigenergie-Variante ein. Bei einem alleinstehenden Haus in der Grösse von 150 Quadratmetern und Baukosten von 180 000 Euro sind im Regelfall zusätzliche Kosten von etwa 5 000 bis 20 000 Euro zusätzlich zu erwarten. Summen, die zwar anfänglich relativ hoch wirken, sich aber langfristig rentieren. Geht man davon aus, dass das Haus mehrere hundert Euro pro Monat an Heizkosten erspart, sind die zusätzlichen Kosten nach wenigen Jahren wieder neutralisiert.

Weniger Freiheiten während dem Wohnen?

Ein beliebtes Argument gegen Niedrigenergie- und Passivenergiehäuser ist, dass ganz normales Stosslüften nicht mehr funktionieren würde, und auch das Offenlassen der Haustüre für einige Minuten oder andere Banalitäten zu einem intakten Heizsystem führen würde. Das ist nur teileweise wahr, denn anders als bei Passivenergiehäusern befindet sich eine normale Heizung in Niedrigenergiehäusern, die kleinere Temperaturunterschiede in der Luft leicht ausgleicht. Wer allerdings ein Passivenergiehaus in Planung hat, sollte sich eher darauf einstellen, Stosslüften und Co. in Zukunft zu vermeiden.

Ein Resümee

Niedrigenergiehäuser zahlen sich für jeden aus, der langfristig vorhat, in einem solchen Haus zu wohnen, denn die energiesparenden Immobilien rentieren sich erst nach einigen Jahren. Wer auf die Passivenergie-Variante verzichtet und sich mit einem normalen Energiesparhaus zufrieden gibt, hat im Normalfall wenig bis gar keine Einschränkungen bei der Planung und der individuellen Gestaltung. Gleichzeitig ist auch der Wiederverkaufswert im Normalfall höher, wenn die Wände bestens gedämmt sind und die Immobilie als Niedrigenergiehaus vermarktet werden kann. Auch, wieder je nach Land unterschiedlich, kann einiges an Steuern gespart werden oder Förderungen kassiert werden, wenn das geplante Haus auf Niedrigenergie optimiert wird. So zahlt sich die Investition in ein Niedrigenergiehaus gleich auf mehreren Ebenen aus, wenn man langfristig Geld sparen will.

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