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Solarenergie: Warum das Geschäft mit der Sonne stagniert

admin Nov 11,2015 0 Kommentare

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Sonnenenergie wurde jahrelang als die grosse Investmentmöglichkeit vermarktet, das die Zukunft darstellt und sogar viel Geld sparen soll. Mittlerweile ist die Stimmung allerdings deutlich ernüchtert und nur noch wenige Leute steigen neu auf Photovoltaik um, hauptsächlich aufgrund von Förderungen. Doch warum läuft das Geschäft mit der Solarenergie so schlecht und warum sind wir immer noch so stark an Brennstoffe gebunden, wenn es zum Beispiel um das Heizen des eigenen Haushalts geht? Lesen Sie hier die Hauptgründe für den Einbruch in der Solarenergiebranche.

Förderung statt Realgewinn

Der Boom der Solarenergiebranche ist hauptsächlich durch steuerliche Begünstigungen und Förderungen zu begründen. Denn für kaum ein anderes Projekt gaben die Regierungen Deutschlands, Österreichs und der Schweiz mehr aus, als für Solarenergie. Einerseits wurde das durch gewolltes Sparen an Kohlenstoffdioxid gewünscht, andererseits wurde auch mit der Unabhängigkeit der eigenen Stromversorgung Werbung gemacht. Tatsache ist jedoch, dass die meisten Käufer aufgrund der massiven Förderungen einstiegen.
Diese Förderungen wurden oft sehr ungleich verteilt und fielen zum Teil sehr krass aus. So wurden bei neuen Förderungsausschüttungen oft Millionen an Steuergeldern in wenigen Minuten telefonisch verbucht, danach herrschte Ebbe und es gab gar keine Förderungen mehr. So konnten sich zehntausende Hausbesitzer die eigene Solaranlage am Dach leisten, ohne den Löwenanteil des Investments zu zahlen. Wer zu spät kam, ging jedoch leer aus. Durch diese Strategie wurde die gesamte Solarindustrie von Steuergeldern und Förderungen abhängig gemacht, ohne wirklich langfristige Anreize zu schaffen.

Wenig Ausbeute, teure Anschaffung

Die Anschaffung zahlte sich nur bei geförderten Solaranlagen aus, ansonsten stehen der Aufwand und die Anschaffungskosten in keinem Verhältnis zum Ertrag beziehungsweise der Ersparnis über die Jahre. Schliesslich erfordern die Photovoltaikanlagen komplexe Mechanismen, die automatisch das normale Stromnetz einschalten sollten, wenn einmal zu wenig Sonnenlicht vorhanden ist. Diese Technologie war zu Beginn noch in ihren Kinderschuhen und ist heute sicher auch noch nicht ausgereift, wodurch die hohen Kosten zu erklären sind.

Verdrängung am Markt durch China

Deutsche Firmen schafften den Löwenanteil der Pionierarbeit, die für Solaranlagen für den Durchschnittsbürger geeignet sein sollten, aber auch andere europäische Staaten investierten höhere Summen in die Forschung und Entwicklung von Solarzellen. Nachdem die fertigen Endprodukte am Markt waren, wurden die Produkte durch Wirtschaftsspionage kopiert und zu einem Bruchteil des Preises verkauft. Dadurch sank der Marktwert enorm, die Solarzellen der deutschen Photovoltaikanbieter wurden zu Ladenhütern und der Aktienwert des Solarsegments brach ein. Durch das wirtschaftliche Ausschlachten Chinas, das Patentrechte vertraglich nie unterschrieben hat und in der Realität konsequent ignoriert, fehlen der Branche die notwendigen Investoren für die technologische Weiterentwicklung und Optimierung der Photovoltaikanlagen.

Ein Boom um ein (noch) nicht lohnenswertes Produkt

In nachhaltige Energiegewinnung zu investieren, kann lohnenswert sein, doch im Falle der Solarenergie ist sie im Normalfall nicht einmal annähernd lukrativ. Solange Solaranlagen in der Produktion derart aufwändig und teuer bleiben, und die Energieausbeute auf gleichem Level bleibt, wird die Branche weiter brach liegen. Ausnahmen bilden zum Beispiel periphere Gebiete, wo nur Solarzellen Strom liefern könnte, beispielsweise Berghütten oder Wetterstationen. Ansonsten sind zum Beispiel Windräder und –anlagen weitaus lohnenswerter und lukrieren auch Geld ohne staatlichen Zuschuss. Aber auch Energiegewinnung durch zum Beispiel das Verbrennen von Hackschnitzeln, aus Meeresströmung oder Erdwärme können sinnvolle und weitaus bessere Alternativen zu fossilen Brennstoffen, und im Besonderen zu Erdöl sein.

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